Angst / Ängste

Angst ist eigentlich etwas ganz natürliches.
Wir haben Angst, um uns vor Gefahren zu schützen. Durch das natürliche, angeborene Angstempfinden sind wir in der Lage, Gefahren zu vermeiden und den notwendigen Abstand zu gefährlichen Dingen und Situationen herzustellen, zum Beispiel durch Flucht.

Um zur Flucht in der Lage zu sein, wird der Körper in eine erhöhte Alarmbereitschaft versetzt: Der Körper macht sich durch bestimmte Reaktionen, z.B. erhöhte Atemfrequenz und beschleunigter Herzschlag für eine kommende Flucht bereit und das Denken und Fühlen konzentriert sich ganz auf das gefahrvolle Objekt.
Soweit ganz gut – aber was ist, wenn sich die Angstreaktion verselbständigt? Wenn der Körper ständig in Alarmbereitschaft ist und nur noch die Angst im Vordergrund steht, obwohl man sich nicht in einer objektiven Gefahrensituation befindet?

Dann kann es sich um eine

Angststörung

handeln.

Angststörungen sind sehr weit verbreitet und die Ängste können sich entweder auf spezielle Objekte beziehen (z.B. Angst vor Hunden) oder auf spezifische Situationen (z.B. einen Vortrag halten müssen) oder es handelt sich um eine generalisierte Angststörung, bei der die Angst ‘frei flottierend’ sich auf die unterschiedlichsten Objekte oder Situationen beziehen kann.

Angst ist häufig eine Begleiterscheinung anderer psychischer Probleme, z.B. Essstörungen, Burnout oder Depression.

Ziel der Therapie einer Angststörung wird es immer sein, die Angst auf ein erträgliches bzw. übliches Maß zu reduzieren.
Dies gelingt am Besten durch eine Kombination mit verhaltenstherapeutischen Methoden mit körperorientierten Verfahren und je nach individueller Situation hypnotherapeutischen Interventionen oder anderen.

Auch Entspannungsverfahren sind sehr gut geeignet, die Ängste im Zaum zu halten. Der Grund ist, dass durch eine Angstreaktion körperliche Reaktionen hervorgerufen werden, die als das Gegenteil von Entspannung beschrieben werden können. Das Überraschende an Entspannungsverfahren ist, dass durch eine bewusste Herbeiführung eines Entspannungszustandes die Angst nicht mehr aufrechterhalten werden kann.

Das individuelle Maßnahmenbündel für ‘Ihre Angst’ kann in Anschluss an eine ausführliche Anamnese speziell für Sie in der Praxis geschnürt werden.

Ein Sonderfall von Angst ist Panik. Näheres dazu können Sie hier lesen: Panikstörung