Gesunde Ernährung

“Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige körperliche Aktivität sind wesentliche Voraussetzungen dafür, dass Kinder und Jugendliche gesund aufwachsen.”
Dies ist ein Zitat aus einer Untersuchung des Robert-Koch-Instituts (Daten der Studie KiGGs “Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland”, EsKiMo “Ernährungsstudie als KiGGS-Modul”):
Die Daten der KiGGS-Studie “Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland” und des angeschlossenen Zusatzmoduls zur Ernährung (EsKiMo) weisen darauf hin, dass ein Großteil der Kinder und Jugendlichen die aktuellen Ernährungsempfehlungen nicht oder nur teilweise erfüllen.

Viele Lebensmittel, die als physiologisch hochwertig bezeichnet werden können, werden zu selten verzehrt. Dies gilt z.B. für

  • Obst
  • Gemüse
  • Brot
  • Getreide
  • Milch
  • Milchprodukte

Dahingegen bevorzugen viele Kinder und Jugendliche Nahrungsmittel mit einer hohen Energiedichte, einem hohen Fett- und niedrigen Nährstoffgehalt, z.B. Schokoriegel, viele Arten von Fast-Food. Dabei gibt es keine wesentlichen Unterschiede in den Ernährungsgewohnheiten der neuen oder alten Bundesländer.

Was kann man daraus schließen?

Trotz unserer allgemein guten Ernährungslage und den besten Möglichkeiten, die den meisten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zur Verfügung stehen, besteht immer noch eine große Diskrepanz zwischen dem gewünschten und dem realen Essverhalten.

Was kann man dagegen tun?

Zeit nehmen

Es ist wichtig, dass sich Eltern und Kinder genügend Zeit für die Zubereitung und den Verzehr von gesundem Essen nehmen. Essen sollte nicht als Nebensache betrachtet werden, die neben dem Fernsehen oder Computerspiel mal so eben ‘hineingestopft’ wird.
Idealerweise sollten die Mahlzeiten im Kreis der Familie zu regelmäßigen Zeiten eingenommen werden. Dies ist leider nicht immer realisierbar. Dann sollte nach Möglichkeiten gesucht werden, die Mahlzeiten auch ohne einen ‘Familien – Mittagstisch’ freundlich und angenehm zu gestalten. Das Essen sollte schön und mit Liebe zubereitet sein. Der Tisch gedeckt, ein ‘Durchatmen’ vor dem Essen fördert die Hinwendung auf den kommenden Genuss.

Essen nicht überbewerten

Genauso wenig wie die Vernachlässigung der Nahrungsaufnahme sollte das Essen und der Kaloriengehalt einen übermäßig großen Raum im Leben der Kinder einnehmen.
Hier sind besonders junge Mütter gefordert, die – wie so viele Frauen – ständig über ihre Figur jammern, immer über das Abnehmen reden und das Essen als solches als ‘Sünde’ betrachten. Das Vorbild der Eltern und insbesondere der Mütter ist es, welches die Einstellung der Kinder zum Essen ganz besonders prägt. Deshalb sollte das Essen und besonders der Kaloriengehalt einzelner Nahrungsmittel auf keinen Fall einen übermäßig großen Raum im Leben der Kinder einnehmen. Das selbe gilt für die (eingebildeten oder realen) Figurprobleme. Wenn sich plötzlich das ganze Leben nur noch um das Essen dreht, ist dies für die Kinder genauso schädlich wie ein zu sorgloser Umgang mit der Nahrungsaufbahme und führt häufig zu gravierenden Essstörungen.

Genießen

Das Essen ist ein sinnliches Vergnügen. Dies sollte bereits den Kindern so früh wie möglich vermittelt werden: Sehen, riechen, schmecken, kauen – Genießen !

Wenn Sie dies Ihren Kindern vermitteln können, haben Sie einen hervorragenden Grundstein dafür gelegt, dass die Kinder später als Erwachsene gut für ihren Körper sorgen können.

Informieren

Für Kinder, Jugendliche und besonders auch für junge Eltern ist eine ausreichende Information über ein gutes und gesundes Essverhalten notwendig.
Junge Eltern, die bezüglich der Ernährung ihrer Kinder – und oft auch bezüglich ihrer eigenen Ernährung – unsicher sind, sollten sich zunächst informieren. Neben vielen guten Fachbüchern zum Thema gibt es natürlich auch im Internet unendlich viele Informationen. Zusätzlich kann eine individuelle Ernährungsberatung ganz genau Ihre Bedürfnisse berücksichtigen und den Weg in eine gesunde Zukunft etwas leichter machen.

Als Fachinformation zum Weiterlesen empfehle ich Ihnen die vollständige Ernährungsstudie des RobertKoch-Instituts als .pdf. Sie finden Sie hier: EskiMo

Das vollständige Dokument zu dem eingangs erwähnten Zitat finden Sie hier: KiGGS-Studie

Falls Sie in unserer Praxis eine Ernährungsberatung wünschen, können Sie hier Kontakt mit uns aufnehmen: Kontakt