Psycho-Onkologie

Unter Psycho – Onkologie versteht man die psychologische Unterstützung von Krebskranken im weitesten Sinne. Die Psycho – Onkologie, also die Unterstützung von Kranken über die Psyche, geht Hand in Hand mit der onkologischen Behandlung durch Ärzte, welche sich definitionsgemäß mit medizinischen und physikalischen Mitteln um Tumore und tumorbedingte Krankheiten kümmert. So werden durch die behandelnden Ärzte oft chirurgische Maßnahmen, Chemotherapie, Strahlentherapie und andere Maßnahmen eingesetzt, um Tumore zu entfernen oder einzudämmen. Dies ist gut und richtig und soll hier keineswegs in Frage gestellt werden.

Ganzheitliche Sicht auf den MenschenDreiklang

Wichtig ist allerdings, bei all den medizinischen Maßnahmen immer zu sehen, dass es auch noch einen Menschen ‘um den Tumor herum’ gibt. Und dieser Mensch ist mehr als nur Krankheit, mehr als nur Körper. Zu einem Menschen in seiner Gesamtheit gehört Körper, Geist und Seele. Dies zu sehen und dem Menschen in seiner Gesamtheit zu helfen, das kann die Psycho – Onkologie leisten.

Durch diese ganzheitliche Sicht des Menschen können mehrere Effekte auf einmal erzielt werden. So wird zunächst das Gesamtbefinden gebessert: Plötzlich kann der Mensch erkennen, dass er nicht nur ‘eine Krankheit ist’, sondern viel mehr. Er wird unterstützt, aus dem dunklen Keller der Verzweiflung wieder hoch zu steigen und das Licht zu sehen. Aus dem Gefängnis der Hoffnungslosigkeit wird der Weg zurück ins Leben geebnet: der Blick wird wieder nach vorn gerichtet. Es gibt mehr als nur die Krankheit.

Die Simonton – Methode

Neben der Steigerung der Lebensqualität durch die Psycho-Onkologie gibt es noch viele weitere Effekte, die der amerikanische Arzt und Psycho – Onkologe Dr. Carl Simonton gefunden, ausgearbeitet und publiziert hat. So hat er in Kalifornien das ‘Simonton Cancer Center’ aufgebaut und dort mit seiner Simonton – Methode vielen Schwerkranken weiter geholfen.
Im Zentrum der Simonton – Methode stehen Visualisierungstechniken.
In meiner Praxis setze ich die Simonton – Methode ein, die ich während einer mehrmonatigen Hospitationsphase in einer Klinik und in einem

Workshop bei Dr. Simonton

im Jahr 2009, kurz vor dessen Tod, erlernt habe. Die Methode zielt durch Einsatz der genannten Visualisierungstechniken auf eine Stärkung der Selbstheilungskräfte von Krebskranken ab und kann z.B. genutzt werden, um Nebenwirkungen von Chemotherapie und Bestrahlung psychisch und physisch besser zu verkraften. Die Methode ist nicht als Gegensatz, sondern als Ergänzung zur onkologischen Behandlung durch Ärzte zu sehen. Dr. Simonton, der seine Laufbahn als radiologisch tätiger Arzt in der Krebsbehandlung begann, ist im Jahr 2009 leider verstorben. Er hat uns mit seiner Methode ein wunderbares Handwerkszeug hinterlassen, mit dem es gelingen kann, die Lebensqualität von Krebskranken und anderen schwer erkrankten Menschen zu stärken.

Angehörigenarbeit

Auch für Angehörige von Schwerkranken bietet die Simonton – Methode Hilfen an. Diese sind darauf ausgerichtet, sowohl den Kranken zu unterstützen, aber auch, selbst besser mit der Krankheit umgehen zu können.

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Für eine psycho-onkologische Beratung können Sie entweder Einzel-, Partner- oder Gruppenstunden in Anspruch nehmen.

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