Supportive Therapie

Die supportive oder stützende Psychotherapie

bezeichnet eine Reihe therapeutischer Gesprächsinterventionen im Rahmen einer zudeckenden Psychotherapie, die einen Beitrag zur Bewältigung (Coping) der Probleme / Erkrankung des Klienten darstellt. Dabei finden die Gespräche zwischen Klient und Therapeut nach weniger strengen Regeln als bei der Gesprächstherapie statt. Basierend auf den Wünschen, Zielen und Ressourcen des Klienten wird der Weg vom Problem zur Lösung gemeinsam gesucht und beschritten.

In der stützenden Psychotherapie kann der Therapeut konkrete Anregungen und Hilfen geben und den Klienten bei der Suche nach Lösungsalternativen aktiv unterstützen. Im Rahmen dieser Therapieform ist es besonders wichtig, zu Anfang die Ziele festzulegen bzw. Themen oder Problemkreise zu identifizieren, die gelöst werden sollen. Unter Nutzung von bestehenden, eventuell noch ungenutzten Ressourcen des Klienten wird nach einem zeitnah umsetzbaren Lösungsmodell gesucht. Der Ablauf der Sitzungen widmet sich immer einem bestimmten Thema. Was die Gesprächstermine angeht, sollten regelmäßige Konsultationen angestrebt werden. Diese themenzentrierten Gespräche werden durch den Therapeuten in ihrem Ablauf gesteuert. Dies geschieht z.B. unter Nutzung spezieller Fragetechniken.

Es ist dabei wichtig, dass ein streng abgegrenztes Thema nach dem anderen abgearbeitet wird. So kann man oft relativ schnell zu einer tragfähigen und befriedigenden Lösung gelangen. Das Vorgehen bei der supportiven Therapie ist immer lösungsorientiert. Das heißt: das Erreichen der Lösung steht im Mittelpunkt, nicht das Ausdiskutieren und Erforschen von Problemen und deren Ursachen.