Burnout-Syndrom und Stress

Das Burnout-Syndrom oder Burn-out bezeichnet eine Lebens- und Berufskrise nach anhaltender starker Stress-Belastung, die nicht bewältigt werden kann. Das Burnout-Syndrom geht immer mit einem Zustand emotionaler, körperlicher und geistiger Erschöpfung einher, die dem Betroffenen schwer zu schaffen machen. Es bezeichnet den Endzustand nach anfänglicher Euphorie, der über Desillusionierung, und Frustration bis zur Apathie führt. Oft kommen noch weitere körperliche und psychische Symptome hinzu. Viele Betroffene flüchten sich in Alkohol oder Drogen und reagieren vermehrt aggressiv auf den anhaltenden Stress.

Der Begriff Burnout wurde anhand des Bildes einer Rakete entworfen, die zunächst steil ansteigt, der dann aber der Brennstoff ausgeht, die ‘leergebrannt’ ist und deshalb vom Himmel fällt.

Burnout – Phasen

Die Phasen, die ein Burnout – Betroffener durchläuft, werden meistens dreigliedrig dargestellt:

Phase 1: Irritation

Die Irritationsphase ist gekennzeichnet durch fehlende Kraft, körperliches Unbehagen, mangelnden Antrieb und Gefühlen von (Versagens-)Angst

Phase 2: Frustration

Die Frustrationsphase ist gekennzeichnet durch ansteigende Unzufriedenheit mit sich selbst, dem Beruf, dem Arbeitsplatz und der Partnerschaft. Der Betroffene ist schlecht gelaunt, mürrisch und unwirsch. In dieser Phase wird oft begonnen, Entlastung durch Alkohol oder Medikamente zu suchen.

Phase 3: Verzweiflung

Die Ängste werden übermächtig und das Ohnmachtsgefühl nimmt zu. Manche Betroffene entwickeln einen ausgeprägten Zynismus. Es erfolgt eine zunehmende Abkapselung von der Umwelt bis zum kompletten sozialen Rückzug und zur Apathie.

 

Wer kann betroffen sein?

Das Burnout tritt zwar häufig in helfenden Berufen und im Management auf, jedoch kann auch eine Familien – Managerin (Hausfrau)  davon betroffen sein.

Heute ist es in bestimmten Berufsgruppen oft angesagt, von ‘Meinem Burnout’ zu sprechen, und es gilt häufig auch als interessant, sich als unentbehrlichen, überlasteten Menschen darzustellen. Dies kann zwar etwas Angeberei oder nur ein lockerer Spruch sein. Hinter solchen oft flapsig hingeworfenen Aussagen kann sich aber auch der verzweifelte Hilferuf eines Menschen verbergen, der kurz vor dem völligen Zusammenbruch steht.

Was ist Burnout nicht?

Wenn Sie sich von einer harten Arbeitswoche erschöpft und ausgepowert fühlen, aber nach einem langen erholsamen Schlaf oder auch nach ein paar Tagen Urlaub wieder ‘ganz der alte’ sind, leiden Sie unter hoher Wahrscheinlichkeit nicht an einem Burnout-Syndrom.

 

Stressoren im Zusammenhang mit Burnout – Syndrom

Jede Frau und jeder Mann, unabhängig von Beruf und sozialer Stellung, sollte für sich selbst im Auge behalten, wie sehr sie / er unter Stress steht und welche Stressoren für sie / ihn  persönlich relevant sind. Einen kleinen Anhaltspunkt kann die folgende Graphik geben, die einige wichtige Stressoren aufzeigt, welche mehr oder weniger intensiv auf uns alle einstürmen